Als Regenten der Bruderschaft setzten sich die Frauen durch.

Brühl-Badorf. Das Königs­schie­ßen der Schüt­zen­bru­der­schaft St. Pan­ta­le­on 1872 Badorf-Eck­dorf e.V. ent­schied eine Frau für sich. Bereits seit 1978 haben die weib­li­chen Mit­glie­der der Bador­fer Schüt­zen­bru­der­schaft das Recht auf den Königs­schuß. In einem span­nen­den Fina­le unter acht Wett­be­wer­bern, um den Königs­ti­tel, dar­un­ter vier Damen, konn­te Saskia Klo­se mit dem 222. Schuß aus der Don­ner­büch­se den Rest des Königs­vo­gels von der Stan­ge holen und sich damit zum König krö­nen. Mit gro­ßer Freu­de steht ihr, ihr Ehe­mann Tho­mas als Prinz­ge­mahl zur Seite.

Zuvor hat sie bereits den Kopf des Köngs­vo­gel abge­schos­sen. Die wei­te­ren Bestecke hol­ten sich lin­ker Flü­gel Marie- Chris­ti­ne Brei­den­bach, rech­ter Flü­gel Hans Kuhl, und den Schweif Gott­fried Schmitz.

Zum Auf­takt des Schüt­zen­fes­tes wur­de das amtie­ren­de Kai­ser­paar Die­ter und Clau­dia Pan­kratz abge­holt, die es sich nicht neh­men lie­ßen die Bru­der­schaft und Musik­ka­pel­le zum Umtrunk einzuladen.

Zurück auf den Schüt­zen­platz began­nen die Schieß­wett­be­wer­be mit einem Schie­ßen auf einen „Kin­der­gar­ten­vo­gel“. Die­ser „Vogel“ war im Vor­feld von den Kin­dern des Kath. Kin­der­gar­tens ange­malt wor­den und ist als Spen­den­vo­gel gedacht. Der Erlös von 250,– € aus die­sem Schie­ßen kommt dem För­der­ver­ein des Kin­der­gar­tens zu Gute. Wei­ter ging es mit dem Schie­ßen für Jeder­mann um „Pit­ter­männ­che“ bevor die die Inak­ti­ven ihr Kön­nen an der Don­ner­büch­se zei­gen durf­ten. Nach span­nen­dem Wett­kampf wur­de Hubert Krö­ckel mit dem 138. Schuß neu­er Inak­ti­ven­kö­nig. Der Sams­tag fand mit der Musik der Band „Quer­feld Beat“ und viel Tanz spät in der Nacht sei­nen Ausklang.

Der Sonn­tag begann mit der Fest­mes­se gestal­tet als Huber­tus­mes­se mit den Jagd­horn­blä­ser „Fal­ken­lust Brühl“ auf dem Schüt­zen­platz, in deren Rah­men Karl Schnei­der für 40-jäh­ri­ge Mit­glied­schaft durch den Bru­der­meis­ter Lars Höl­zer geehrt wurde.

Im Anschluß an die Mes­se gin­gen die Jüngs­ten zu Wer­ke um den Schü­ler­prin­zen zu ermit­teln. Dabei wur­den mit dem Luft­ge­wehr auf einen Sperr­holz­vo­gel geschos­sen. Auf die Bestecke waren erfolgreich:

Kopf Karo­li­ne Soe­ren­sen, lin­ker Flü­gel Ben Köl­le­jan, rech­ter Flü­gel Zoe Ger­hardt. Den Rumpf hol­te Klau­dia Soe­ren­sen mit dem 25. Schuß von der Stan­ge und ist damit neu­er Schülerprinz.

Nach dem Emp­fang und dem Vor­bei­marsch der Gast­bru­der­schaf­ten und Orts­ver­ei­nen konn­te Bru­der­meis­ter Lars Höl­zer als Ehren­gäs­te den Bür­ger­meis­ter der Stadt Brühl Dr. Mark Prokop, den Vor­sit­zen­den der Dorf­ge­mein­schaft Man­fred Beng­sch, den Kreis­tags­ab­ge­ord­ne­ten Frank Klein, den Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den der CDU Hol­ger Köl­le­jan und Bezirks­bun­des­meis­ter Gott­fried Schmitz sowie Abord­nun­gen der Bru­der­schaf­ten aus Wal­ber­berg, Heim­erz­heim, Mer­ten, Kar­dorf-Wal­dorf, Brühl, die Kyff­häu­ser­ka­me­rad­schaft Badorf-Eck­dorf, die Spiel­schar der KFMBE Badorf, das ers­te desi­gnier­te Brüh­ler Damen­d­rei­ge­stirn. Beim anschlie­ßen­den Ver­eins­kö­nigs­schie­ßen unter den Ort­ver­ei­nen konn­te sich die KIG Jeck un Joot drupp mit dem 59. Schuß durch­set­zen. Wei­ter ging mit dem Ehren­preis­schie­ßen und Schie­ßen für Jeder­mann u „Pit­ter­männ­che“ sowie einem Platz­kon­zert der Vor­ge­birgs­mu­si­kan­ten Bornheim.

Den Abschluß des Sonn­tag bil­det tra­di­tio­nell das Schie­ßen um den König der Köni­ge, bei dem neun ehe­ma­li­ge Köni­ge ihr Glück ver­such­ten. Schon beim Schie­ßen auf die Bestecke wur­den alle auf die Fol­ter gespannt, bevor Ute Schmitz sich den Titel „König der Köni­ge“ mit dem 238. Schuß sicherte.

Der Fest­mon­tag wur­de eröff­net mit einem gemein­sa­men Früh­stück der Bru­der­schaft. Am Nach­mit­tag stan­den neben der Ermitt­lung des neu­en Königs zuerst die Schie­ßen um den Bier­kö­nig, wel­ches Else Bert­ram gewann, und des Bür­ger­vo­gels an. Zudem wur­den auch beim Schie­ßen für Jeder­mann noch etli­che „Pit­ter­männ­chen“ aus­ge­schos­sen. Schüt­zen­chef Lars Höl­zer, für den es das ers­te Fest in der Ver­ant­wor­tung war, zeig­te sich sehr zufrie­den mit dem Besuch und Ablauf der drei Tage.